Windkraft und Vogelschutz

In Paris hat sich Deutschland vor zwei Jahren dazu verpflichtet, die nationalen Klimagase bis zum Jahr 2050 um mindestens 90 Prozent zu verringern. Ohne einen massiven Ausbau der Windkraft kann das nicht gelingen. Inzwischen wird das jedoch zumindest am Festland immer schwerer. Vor kurzen las ich der Welt am Sonntag einen Titelbericht über »Das teure Abenteuer Energiewende«. Über ganze zwei Seiten beschreibt dort ein Redakteur wie hirnrissig es sei, Strom aus Sonnen- und Windkraft zu erzeugen. Es gibt auch Journalisten, die stumpf lügen und Fakten zu verdrehen. Und das ist nicht erst mit Donald Trump populär geworden. »Die Welt am Sonntag« war sich auch nicht zu schade, einem erwiesenen Klimaskeptiker und Kohlefreund die Verbreitung postfaktischer Argumente zu ermöglichen.


Fritz Vahrenholt beklagt sich in dem Artikel über die Folgen der Windkraft für den Vogelschutz. Tatsächlich werden jährlich zwischen 10 000 oder 100 000 Vögel erschlagen. Darüber wird von den Windkraftgegnern, denen der ehemalige Umweltsenator Hamburgs das Wort redet, viel diskutiert. Er hat dabei leider versäumt zu erwähnen, dass pro Jahr schätzungsweise 18 Millionen Vögel in Glasscheiben sterben. Massiv ist auch der Einfluss durch Freileitungen, Straßen, Bahnstrecken und beim Fischfang.


Bürger und Politiker haben die Energiewende auf den Weggebracht. Das Gesetz für Erneuerbare Energien zwang die Konzerne dazu, ihre Geschäftsmodelle, um nicht zu sagen, ihre Routinen zu ändern. Wenn sich die Geschäftsgrundlagen ändern, dann ändern Konzerne auch ihre Konzepte, um Gewinne zu erwirtschaften. Sie tun dies allerdings nicht von allein. Dafür braucht es Druck von unten und von oben, von Bürgerinnen und Politikerinnen.


Die absurde Verhältnislosigkeit der Vogelschutzdiskussion beim Ausbau der Windkraft zeigt: Der »Kampf um Strom« ist noch nicht gewonnen.

Liberalismus ist grün

Gerade schickt mir ein Kollege aus dem Wuppertal Institut folgendes Zitat: »Allerdings ist Fläche endlich, ihr Verbrauch muss daher sparsamer werden. Deshalb wollen wir den Flächenhandel als ökonomisches Anreizsystem für eine sparsame kommunale Flächenausweisung weiterentwickeln und im Rahmen von Modellprojekten einen Zertifikatshandel mit Flächen erproben. Wenn eine Kommune Freiflächen im Außenbereich zu Bauland machen will, muss sie dafür die entsprechende Menge an frei handelbaren Zertifikaten aufbringen. Statt behördlicher Ausweisung neuer Naturschutzflächen wollen wir vermehrt eine ökologische Aufwertung bestehender Gebiete und eine Stärkung des Vertragsnaturschutzes.« Diese politische Forderung kommt dem »Flächenmoratorium« der Ökoroutine (S. 131-133 im Buch) sehr nahe und steht im Wahlprogramm der FDP in Nordrhein-Westfalen. Zur recht. Denn wahrer Liberalismus beachtet auch die Freiheitsrechte der zukünftigen Generationen. Und überhaupt sollte enkeltaugliche Politik kein Frage von links und rechts sein.

Parteispenden

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Parteien von Konzernen beeinflussen lassen. Doch das Ausmaß und die Gewichtung der Einflussnahme ist erschreckend. Wie die Tagesschau berichtet, bekam die CDU 1,9 Millionen Euro, die FDP 1,5 Millionen Euro. Und das, obwohl die Liberalen seit 2013 gar nicht mehr im Bundestag vertreten sind. Die FDP erhielt damit achtmal so viele Großspenden wie SPD und Grüne zusammen. Letztere verbuchten jeweils nur eine einzige Einzahlung von 100 000 Euro. Ganz eindeutig haben also zwei Parteien deutliche bessere Möglichkeiten, die Wählermeinung zu manipulieren. Ob durch Plakate oder Agenturen, die via Facebook Stimmung machen.


Gewiss, im Vergleich zu den USA sind diese Summen Kleingeld. Doch sind Parteienspenden in einer ordentlichen Demokratie akzeptabel? Es gibt viele Kommunalwahlkämpfe, da macht sich das Ungleichgewicht bei den Spenden massiv bemerkbar. Da wird beispielsweise einen Tag vor der Wahl noch eine Großanzeige in der Tageszeitung gedruckt. Wenn man dieses finanzielle Machtungleichgewicht betrachtet, wundert es nicht, dass viele Bürgerinnen und Bürger denken, dass sich die Politiker vor Unternehmen und Konzernen zum Teppich machen.


Der Eindruck, Politik sei bestechlich, lässt sich ganz leicht ausräumen: In der Ökroroutine mache ich den Vorschlag, dass die Parteien ihre Spenden in einen Fond einzahlen. Dieser wird dann nach Proporz aufgeteilt. Die Zahl der erreichten Stimmen legt dann den Schlüssen fest, mit dem die Gelder zugeteilt werden.

Geführte Radtour

Am letzten Wochenende war ich in Leipzig. Eine tolle Stadt! Hat mir sehr gut gefallen. Erstmals habe ich an einer geführte Radtour teilgenommen. Noch nie habe ich die markanten Punkte einer Stadt so gut kennengelernt. Zu Fuß kommt man über die Innenstadt kaum hinaus und aus einem Bus ist eher wenig zu sehen. Bevor Touristen richtig realisiert haben, was der Reiseführer gemeint hat, ist der Bus schon vorbei.

 

Auf dem Rad hingegen begegne ich den Menschen, die in der Stadt leben, verschaffe mir einen Bild von der Stimmung in der Stadt. Rasch führt die Fahrt durch verschiedene Quartiere, mit wechselnden Stimmungen. Atmosphäre wird spürbar. Nosing around, nannte das Stadtsoziologe Robert Park. Stadtplaner sollten nicht vom Schreibtisch planen, sondern in ihrer Stadt herumschnüffeln und ihre Planung nach den jeweils ortsspezifischen Stimmungen und Bedürfnisse ausrichten.


Es ist den Städten anzuraten, geführte Radtouren systematisch anzubieten. Am besten zu moderaten Preisen und inklusive Fahrrad. Denn selbst hartnäckige Automobilisten werden in einer fremden Stadt ihre Seele für das Leitbild einer menschengerechten Verkehrsentwicklung öffnen, wenn sie auf dem Fahrrad sitzen. In der neuen Umgebung sind sie auch eher bereit, ihre Routine zu ändern. Der Lebenswert einer Stadt wächst mit der Bedeutung des Radverkehrs. International ist zu beobachten, dass Beliebtheit einer Kommune zunimmt, wenn Fußgänger und Radler nach und nach besser behandelt werden.


Oft habe ich bei meinen Reisen ein Klapprad dabei. Es lässt sich ohne Probleme auch im ICE mitnehmen und vor Ort bin ich extrem flexibel. Immer kommt mir dann der Gedanke an mein anfängliches Gefühl der Freiheit. Mit einem Leihrad fuhr ich seinerzeit wie beflügelt durch Berlin. Ein ganz anderes Stadtgefühl. Man gehört dazu, zum Strom der Betriebsamkeit. Und alles war plötzlich so nah und schnell erreichbar. Bis dahin fiel mir gar nicht auf, wie viel Zeit selbst kurze Wege beansprucht hatten. Die Kombination von S-Bahn und Klapprad verschaffte mir einen echten Zeitgewinn.


Das gelingt natürlich auch ohne Klapprad. In Leipzig habe ich mir ein Rad von »Nextbike« geliehen. Vom Hotel aus habe ich dann eine kleine Radtour zur neuen Seenlandschaft gemacht. Ein Viertelstunde Fahrt durch viel Grün, direkt bis an den Strand. Keinesfalls wäre das mit Bus und Bahn oder mit dem Kraftwagen zu schaffen, noch dazu mit dieser Kombination aus Naturerlebnis und Sport. Gewiss, all das ist eine Frage der Haltung. Doch die kann sich ändern, wenn es die Strukturen tun. In diesem Fall einladende Radwege und Leihräder.

Parklet: Grün, statt Teer

In San Francisco gibt es extra eine Website und ein Manual für die Umgestaltung von Parkplätzen zu Grünflächen. Erklärt wird dort auch, wie sich Asphalt zur Aufenthaltsmöglichkeit umbauen lässt. Vor einigen Wochen habe ich in den Stadtrat von Osnabrück einen solchen Vorschlag eingebracht. Beschlossen wurde, an einer ersten Stelle, genau eine solchen Umbau vorzunehmen. Im Ratsbeschluss heißt es: »Eines dieser Projekte ist die Schaffung von Aufenthaltsqualitäten an Orten, die vorher als Parkstellfläche dienten. In einem Pilotprojekt sollen die beiden Stellplätze vor dem Gebäude Dielinger Straße 9 umgenutzt werden. Durch die Umnutzung soll der Straßenraum nachhaltig verändert werden, so dass der Mehrwert eines neugewonnenen, wenn auch kleinen Freiraums in der Stadt deutlich wird. Es können z.B. Sitzplätze geschaffen und dem Ort so eine neue Funktion hinzugefügt werden.«


Es sind nur zwei Parkplätze und dennoch gab es Widerstand von Menschen, die möglichst viele Autos in der Stadte haben wollen. Die Wandel von der autogerechten Stadt zur menschengerechten Stadt ist mühsam. Die anstehende Umbaumaßnahme ist eine kleiner Beitrag dazu. Durch den schrittweisen Rückbau von Freiluftparkplätzen gewinnen die Stadtmenschen Lebensqualität zurück und die Menschen fahren eher mit Bus und Bahn in die Stadt. Die Strukturen ändern die Routinen. In vielen Städten wird das bereits erfolgreich vorgeführt.

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Tagung zeigt Wege zur Ökoroutine

Letzen Woche stand ein Vortrag in Bad Alexandersbad, im Fichtelgebierge, auf dem Programm. Die Frankenpost hat daraus sogar einen Titel gemacht. Der Autor hat die Kernbotschaft erkannt. Das Foto mit dem Federvieh im Freiland trägt die Bildunterschrift: Ein Beispiel für Ökoroutine: Legehühner haben heute doppelt so viel Auslauf wie noch 2003. Ökoroutine ändert Strukturen, nicht die Menschen.

Kaum Fähig zum Wandel: Die deutschen Autobauer

Neulich stand in der Zeitung, dass die Fischmanufaktur Deutsche See nun 80 Elektro-Lieferwagen bei der DHL- Tochter Streetscooter bestellt hat. Bis 2020 möchte nun auch Mercedes 1500 Elektro-Vans für Hermes produzieren. Vor einigen Jahren hielt man das offenbar nicht für nötig. Die Deutsche Post hat nämlich schon damals versucht, die Autohersteller zur Produktion eines Elektro-Vans zu bewegen. Vergeblich. Voller Entschlusskraft kauft die Post 2014 das Aachener Start-up-Unternehmen Streetscooter. Seitdem stellt sie dort Fahrzeuge für den Eigenbedarf her. Etwa 2500 Scooter sind im Einsatz. Die Bestellung von Deutsche See ist nun der erste externe Auftrag. Inzwischen soll die jährlich Produktion von 10 000 auf 20 000 Fahrzeuge erweitert werden. Offenbar hielten es die deutschen Autobauer nicht für angebracht, sich um solchen Kleinkram zu kümmern. Verkannt wurde dabei, dass man hier eine Einladung zu einen ersten Schritt in Richtung zukunftsfähige Mobilität ausgeschlagen hat. Es immer die gleiche Logik: Besonders Aktienunternehmen interessieren sich für maximale Rendite. Standards und Limits können Unternehmen dazu motivieren, dieses Dilemma zu überwinden.

Kann Bio die Welt ernähren?

Ist es möglich die Landwirtschaft der Europäischen Union komplett auf Bio umzustellen? Das zumindest behauptete die Ökoroutine. Anfangs war ich selbst verunsichert, ob das möglich ist. Noch gut in Erinnerung ist mir dieser Spruch: »Ökolandbau heißt: Halbierter Ertrag, doppelte Kosten«. Das ist eine clevere Formulierung, die sich jeder auf Anhieb merkt. Zudem erscheint es plausibel.


Begegnet bin ich der frechen Behauptung, in einer Sendung des deutsch-französischen Senders Arte. Sie hat letztlich nachgewiesen, dass auch zehn Milliarden Menschen mit Biolandbau ernährt werden können.


Das liegt jetzt einige Jahre zurück. Seitdem habe ich immer wieder zu dem Thema recherchiert und auch Studierende motiviert, sich mit der Frage zu befassen »Kann Bio die Welt ernähren?«. Das Resultat ist immer wieder gleich. Ja! Und nicht nur das. Die gegenwärtige Entwicklung deutet darauf hin, dass eben gerade die industrielle Landwirtschaft nicht zu leisten vermag, was man von ihr erwartet.


Was man in Deutschland nicht verstehen will, hat die Welternährungsorganisation schon längst für sich klar. Auf Basis der nüchternen Fakten kommt sie in ihrem Jahresbericht zu dem Schluss, dass die Landwirtschaft schnell nachhaltiger werden muss. Die industrielle Landwirtschaft kann aus Sicht der Welternährungsorganisation keine langfristigen Lösungen bieten. Besonders der Klimaschutz gebiete ein rasches Umdenken. Dafür brauche es kleine Betriebe, die die vorhandenen Ressourcen umwelt- und klimafreundlich nutzen.


So in etwa lautet auch das Fazit der Ökoroutine im Kapitel »Essen«. Ein Agrarwendefahrplan, könnte über die nächsten 15-20 Jahre mittels Standards- und Limits den den Umbau der Landwirtschaft bewirken. Das Konzept ist absolut treffsicher. »100 Prozent Bio für alle EU-Bürger« ist keine Utopie, sondern die einzig realistische Strategie. Sie wird sich jedoch nur gegen die Interessen der Agrarindustrie ins Werk setzen lassen. Die Bürgerinnen und Bürger sind dafür. Das zeigen viele Befragungen. Um ihre Wiederwahl müssten sich die Politiker also keine Sorgen machen, wenn sie die Standards schrittweise anheben.

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VW-Skandal, die Bahn und das Geld

Der Dieselskandal kommt nicht aus den Schlagzeilen. Neulich war in der Zeitung zu lesen, dass VW nun 23 Milliarden Euro Strafzahlung an die USA zahlen wird. Das sind ungefähr drei mal die Kosten für den Bau von Stuttgarter 21. Über fast vier Jahre könnte man den gesamten Nahverkehr in Deutschland damit kostenlos anbieten.


Bei der Bahn fehlen die Investitionen. Mit relativ wenig Geld kann hier viel bewirkt werden: Zwei Millionen Euro kostet beispielswiese die Elektrifizierung einer Strecke je Kilometer. Also inklusive Ausrüstung wie Unterwerke und Anpassung Brücken, Tunnel. Der Neubau einer Strecke kann deutlich teurer sein, etwa für Hochgeschwindigkeitsstrecken mit vielen Brücken und Tunneln wie Ebensfeld – Erfurt oder Köln – Rhein/Main. Hier liegen die Kosten zwischen 28 und 33 Mio. Euro pro km. Doch weitere Schnellstrecken sind gar nicht erforderlich. Viel leichter und effektiver ist es, all die Nebenstrecken zu beschleunigen oder zu reaktivieren.


Für die Verlängerung der RegioBahn nach Wuppertal wird jetzt auch ein zwei Kilometer langer Abschnitt komplett neu gebaut. Der soll 17 Mio. Euro inkl. Elektrifizierung kosten, also 8,5 Mio. Euro pro km. Mit diesem Wert bekäme man für 23 Mrd. Euro etwa 2700 Kilometer Neubaustrecke. Schon mit 12 Milliarden Euro könnten leicht alle ehemals stillgelegt Strecken wieder aktiviert werden. So könnten sich endlich die Kohlendioxidemissionen im Verkehr verringern.
Das Zahlenspiel macht deutlich: Es ist Geld genug vorhanden, entscheidend ist, was damit gemacht wird. Zig Milliarden Euro werden jetzt in die USA transferiert, weil man hierzulande hartleibig an einer nicht zukunftsfähigen Technologie festhielt und den Klimaschutz nicht ernst nahm. Auf dem Holzweg ist auch der Bundesverkehrswegeplan, der weiterhin ungeheure Summen in den Straßenausbau steckt. Das verstärkt die Autoroutine. Öko kann nur zu Routine werden, wenn wir die Gelder für das zukunftsfähige Verkehrsmittel Bahn verwenden.

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Sylt. Wie schön es sein könnte.

Gerade verbringe ich einige Tage auf der Insel Sylt. Es ist wirklich schön hier. Unendlich viel Strand. Was mir jedoch sogleich auffällt, schon bei der Ankunft: Eine Busfahrt ist teuer. Für die kurze Streck vom Bahnhof bis zur Unterkunft in Rantum verlangt der Fahrer 2,55 Euro. Beim Ausflug nach List werden 4,80 Euro fällig. Von einem Ende zum anderen sind es 7,80 Euro.  Für einen Weg! Das ist wirklich unfassbar teuer. Vielleicht liegt es daran, dass sich dem Anschein nach, extrem viele Autos auf der Insel befinden. Mein Zimmer hat das Fenster zur Landstraße. Eine wirklich tolle Urlaubsatmosphäre. Bis 23 Uhr brausen quasi sekündlich Pkw vorbei. Ein geschäftiges Treiben. Warum sind die Menschen so viel unterwegs, ist doch der Strand über die gesamte Länge der Insel bestens erreichbar?

Dem Anschein nach entsteht der meiste Verkehr durch Fahrten zu den Publikumsmagneten auf Sylt. Die großzügigen Parkplätze vor dem legendären Café Kupferkanne und der Sansibar sind überfüllt. So entsteht ein beträchtlicher Verkehrslärm, der offenbar politisch erwünscht ist. Autoroutine. Die Menschen tun das, was die Strukturen vorgeben. An keiner Stelle wird deutlich, dass Autos auf Sylt nicht willkommen sind. Die Insel ist »autogerecht«. Wunderlich eigentlich nur, dass der Bahndamm nicht in eine Straße umgewandelt wurde. Zumindest ein parallel verlaufender Straßendamm wäre doch einer Autoinsel zu wünschen.

Klimaschutz ist ein Thema auf Sylt. Jahr für Jahr müssen Millionen Tonnen Sand angespült werden. Der steigende Meeresspiegel macht den Küstenschützern ordentlich zu schaffen. All das kostet Geld. Über 100 Millionen Euro gibt Deutschland dafür jährlich aus. Vor diesem Hintergrund bietet die Bahn mit ihrem Sylt Shuttle ein Küstenschützer-Ticket für den Autotransport an. Der Hin- und –Rücktransport kostet dann 95 Euro und ist damit einen Euro teurer. Mit dieser läppischen Summe können sich also die Verursacher der globalen Erwärmung einen Ablass beschaffen. SUV-Fahrern wird so der Eindruck vermittelt, sie tun etwas für den Küstenschutz.

Der Weg zur Ökoroutine: Den Fahrzeugtransport jährlich um 20 Euro anheben, die Zahl der maximal transferierten Autos durch ein Buchungssystem limitieren und über 20 Jahre das Limit absenken. Ab dem Jahr 2025 erhalten nur noch emissionsfreie Wagen einen Transfer. Diese fahren maximal mit 30 Stundenkilometer. Schließlich könnte die Insel autofrei sein. Stille. Erholung, überall.

Übrigens: Auch zahlreiche Hotelgäste sind mit Wagen angereist. Ich meine, wer mit dem Auto anreist sollte auch ein Zimmer mit Fenster zur Straße bekommen.

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Umweltbewusstsein 2016

Alle zwei Jahre lässt das Umweltbundesamt im Auftrag der Regierung eine Befragung über das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung durchführen. Rund 2000 Bundesbürger ab 14 Jahren durften sich jetzt wieder äußern. Fast 100 Prozent stimmten der Aussage zu, dass für sie eine intakte natürliche Umwelt unbedingt zum Leben dazu gehört. Für 67 Prozent ist der Umweltschutz eine grundlegende Bedingung, um Zukunftsaufgaben wie die Globalisierung zu bewältigen. 2010 sagten das nur 34 Prozent.


Die Studie zeigt auch: Autofahren ist nach wie vor Routine: 70 Prozent aller Befragten fahren täglich oder mehrmals die Woche mit dem Wagen. Doch offenbar hegen die Menschen grundsätzlich den Wunsch, ihre Routinen und Gewohnheiten zu ändern: 91 Prozent hatten angegeben, das Leben wäre besser, ohne aufs Auto angewiesen zu sein. Und 61 Prozent der Autofahrer in Großstädten gaben an, zu einem Umstieg auf andere Verkehrsmittel bereit zu sein.


Ist das paradox? Nur scheinbar, denn jeder für sich genommen kann nicht die Strukturen verändern, die das gewünschte Verhalten ermöglichen. Niemand ändert seine Autoroutine, wenn der Umstieg in den Nahverkehr teurer und langsamer ist. Diese Voraussetzungen können nur Stadt- und Verkehrsplaner schaffen. Sie können schrittweise die Busse und Bahnen zur Innenstadt beschleunigen und durch gute Takte komfortabel machen. Wenn man mit dem Bus schneller die Kernstadt erreicht, als mit dem Wagen, dann ändern die Bürgerinnen und Bürger ihre Routinen.

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Puls of Europe

Vor kurzem nahm ich erstmals am neuen Demoformat »Puls of Europe« teil. Es war das erste Treffen und nur rund 25 Menschen waren vor Ort. Beim nächsten »Puls« waren es dann schon deutlich mehr. Ich finde das faszinierend. Die Europäische Union ist doch so abstrakt und weit weg. Von allen Seiten schallt Kritik über die »Bürokraten in Brüssel«, die sich ständig irgendwelchen Schwachsinn ausdenken, der uns das Leben schwer macht. Sehr häufig finden sich auch Politiker aus Landtagen und dem Bundestag darunter. Um so mehr überraschen also die bundesweiten Demos für die europäische Idee.


Zwei Gedanken drängen sich auf: Erstens sind die Menschen ganz offensichtlich bereit, sich für ein Projekt stark zu machen, von dem sie nicht unmittelbar selbst profitieren. Das widerlegt eine Kritik an Beteiligung, wonach Bürger sich nur einmischen, wenn sie direkt benachteiligt werden, etwa durch eine Windkraftanlage vor der Haustür. »Not in my Backyard« nennen Politikwissenschaftler dieses Phänomen. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Und doch zeigt der »Puls of Europe«, dass es auch anders geht. Und auch die Demonstrationen gegen TTIP, die Agrarindustrie und den Braunkohletagebau sind so zu interpretieren. Schließlich nehmen an diesen Demos nicht nur Benachteiligte teil.


Zweitens ist die pauschale Kritik über die Bürokraten in Brüssel unberechtigt. Denn manche Schwachsinnsregelung kam auf Betreiben von Konzernen in die Welt, so etwa die geraden Gurken. Diese lassen sich nämlich besser in Kisten packen. Und von extrem vielen Standards profitieren wir, ohne sie weiter zur Kenntnis zu nehmen. Beispielsweise bei den Gebühren für Mobiltelefonie im Ausland. Viele Schadstoffe dürfen nicht mehr verwenden werden, weil es in Brüssel so beschlossen wurde. Viele Elektrogeräte verbrauchen auf Geheiß der EU deutlich weniger Strom. Leicht zwanzig Kohlekraftwerke konnten so eingespart werden. Benachteiligt fühlt sich dadurch eigentlich niemand.


Deutschland allein könnte sich mit hohen Standards für Elektrogeräte, Fahrzeuge und Kraftwerke kaum durchsetzen. Zu groß wäre die Angst, die hiesigen Unternehmen würden benachteiligt und die Konkurrenten in den Nachbarländern könnten davon profitieren. Doch wenn alle EU-Staaten mitmachen, ist das kein Problem. Denn dieser Markt mit 500 Millionen Einwohnern ist riesig. Um die 80 Prozent des Warenverkehrs findet innerhalb der Union statt. Die Europäer sind sich wirtschaftlich gewissermaßen selbst genug und weit weniger auf Exporte in andere Kontinente angewiesen als gemeinhin angenommen.


Das Konzept der Ökoroutine »Strukturen ändern, nicht Menschen« lässt sich besonders effektiv auf europäischer Ebene realisieren. Standards und Limits überwinden das Wettbewerbsdilemma zwischen Unternehmen und Staaten. Insofern ist es nicht nur zu begrüßen, sondern von maßgeblicher Bedeutung, wenn jetzt überall für die Idee vom geeinten Europa geworben wird. So kann Öko zur Routine werden.

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Lobbyismus

Bald geht der Wahlkampf los. In NRW hängen schon Plakate, bald darauf folgt die Bundestagswahl. Für die Aktiven in den Parteien ist das ein Kraftakt. Ja, es gibt einen Unterschied, zwischen Mitgliedern und aktiven Mitgliedern der Partei. Wichtig sind beide, doch im Wahlkampf ist viel praktische Unterstützung notwendig: Plakate kleben, aufstellen, nachkleben, reparieren und abbauen. Zu den leichten Jobs gehört es auch, Flyer in Briefkästen zu stecken. Doch die wirkliche Herausforderung liegt im Wahlkampf auf der Straße. Ein Selbstversuch ist empfehlenswert. Stellen Sie sich einmal in die Fußgängerzone und helfen einer Partei beim Gespräch mit den Bürgern.


Das ist keine Angenehme Erfahrung. Zum Informationsstand kommen eigentlich fast nur Verwirrte oder Besserwisser. Um normale Menschen zu erreichen, muss man auf diese zugehen. Dabei trifft man dann auf interessierte Menschen, es ergeben sich Gespräche. Doch häufig verziehen Passanten angewidert das Gesicht. Es scheint Ekel zu erregen, wenn sich Menschen für eine Partei und die Demokratie engagieren, ganz unabhängig von der Farbe. Eine sehr verbreitete Reaktion lautet: Ich gehe nicht wählen. Fast schon stolz klingt das. Rückhalt bekommen sie von Berichterstattern, die »Nichtwähler« als Partei bezeichnen.


Ganz offenkundig ist das Wahlvolk verwöhnt. Das unsere Demokratie eine fantastische Errungenschaft ist und ein Leben in Frieden eine Selbstverständlichkeit, das findet kaum noch Wertschätzung. Führt ein nie dagewesener Wohlstand letztlich zur Krise der Demokratie? Politik ist unsexy. Hipp sind hingegen reaktionäre, rassistische und nationalistische Parteien.
Verursacht wird dieses internationale Phänomen nicht zuletzt durch ein Glaubwürdigkeitsproblem. Die Entscheidungsträger in Politik, Konzernen und Verbänden werden als eine Gemengelage wahrgenommen: Die da oben, wir da unten. Berichte in den Medien weisen zusammen mit den Analysen von Lobbycontrol unermüdlich darauf hin, dass die Nähe zu Wirtschaftsbossen wesentlich größer ist als zum Wahlvolk.


Der Wutbürger ist gefürchtet, aber der erhebt sich nur selten und meist aus persönlicher Betroffenheit. Groß angelegte Kampagnen wie etwa gegen TTIP werden von »denen da oben« als ärgerlich empfunden. Es handelt sich jedoch nur um einen Fisch im Meer der wöchentlich Entscheidungen. Das Engagement gegen TTIP war für die Bewegungen ein Kraftakt. Währenddessen scheiterten zig Reformversuche etwa, um eine Agrarwende herbeizuführen. Die industrielle Produktionsroutine in der Landwirtschaft, sie wird erbittert verteidigt.


Die nationalistischen Bewegungen stellen die Demokratie vor eine Belastungsprobe. Auch in Deutschland erschwert die vermeintlich Alternative für Deutschland das Regieren. Die etablierten Parteien verlieren an Stimmen, herauskommt immer häufiger eine große Koalition. Diese Regierungsform verstärkt wiederum den Eindruck vom verfilzten Politikapparat. Um dem Populismus entgegenzuwirken werden verschiedene Strategien diskutiert.


Maßgeblich ist eine strickte Trennung zwischen Politik und Lobbyismus. Jedweder Kontakt zwischen einem Mandatsträger und vermeintlichen Experten sollte öffentlich stattfinden. Das gibt es bereits in Form von Anhörungen. Auch Kleingespräche könnten protokolliert werden oder in einem transparenten Rahmen stattfinden. Zumindest gilt es, die Forderungen von Lobbycontrol umzusetzen. Den Wählerinnen und Wählern signalisiert man so klar: Es gibt keine Mauschelleien. Das redliche Engagement der Politiker wird so auch wieder mehr Anerkennung erfahren.

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Wir haben es satt!

Es ist Freitag Abend. Zum Start der Grünen Woche berichte ich in der Saarländischen Vertretung über das Konzept der Ökoroutine. Es sind viele Landwirte, Milchbauern, Tierärzte und Lobbyisten anwesend. Schon öfters habe ich mit Landwirten über meinen Vorschlag gesprochen, die Standards in der Landwirtschaft über 20 Jahre in der EU zu erhöhen. Und zwar soweit, dass wir am Ende »Bio für Alle!« haben. Ich war gespannt, wie die Reaktionen ausfallen und freue mich, dass es so viel Zustimmung gab.

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Mehr Gerechtigkeit statt Pendlerroutine

Die sogenannte Entfernungspauschale hat das Pendeln zur Routine gemacht (s. S. 352 im Buch). Jetzt macht ein vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Studie deutlich, dass dieser Steuernachlass nicht nur ökologische schädlich ist, sondern auch die Ungleichheit im Lande begünstigt: Hohe Einkommen profitieren am meisten. Außerdem werden Umlandbewohner gegenüber Städtern bevorzugt. Deren deutlich höheren Mieten werden schließlich nicht subventioniert.


Wenn unsere Mobilitätsroutinen zukunftsfähig werden sollen, ist es zweifellos dringt notwendig die Entfernungspauschale abzuschaffen, ggf. mit einer Härtefallklausel. Einmal angenommen, es können sich genügend mutige Politiker und Politikerinnen dazu durchringen, dieses unsägliche Pendelprivileg abzuschaffen. Dann stünden uns rund 6,5 Milliarden Euro steuerliche Mehreinnahmen zur Verfügung. Das ist ungefähr der Betrag, den die Menschen für Bus- und Bahntickets aufwenden. Man könnte also den gesamten öffentlichen Nahverkehr kostenfrei anbieten (s. S. 231ff). So wird Öko zur Routine.

So kann man es auch sagen...

Gerade erreicht mich die Ankündigung eines Votrags für den 22. Februar in Berlin. Da musste ich herzlich lachen. Es so zu formulieren, hätte ich mich wohl nicht getraut. Gefällt mir aber super:

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Mehr Gerechtigkeit statt Pendlerroutine

Die sogenannte Entfernungspauschale hat das Pendeln zur Routine gemacht. Jetzt macht ein vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Studie deutlich, dass dieser Steuernachlass nicht nur ökologische schädlich ist, sondern auch die Ungleichheit im Lande begünstigt: Hohe Einkommen profitieren am meisten. Außerdem werden Umlandbewohner gegenüber Städtern bevorzugt. Deren deutlich höheren Mieten werden schließlich nicht subventioniert.


Wenn unsere Mobilitätsroutinen zukunftsfähig werden sollen, ist es zweifellos dringt notwendig die Entfernungspauschale abzuschaffen, ggf. mit einer Härtefallklausel. Einmal angenommen, es können sich genügend mutige Politiker und Politikerinnen dazu durchringen, dieses unsägliche Pendelprivileg abzuschaffen. Dann stünden uns rund 6,5 Milliarden Euro steuerliche Mehreinnahmen zur Verfügung. Das ist ungefähr der Betrag, den die Menschen für Bus- und Bahntickets aufwenden. Man könnte also den gesamten öffentlichen Nahverkehr kostenfrei anbieten. So wird Öko zur Routine.

Der biografische Wendepunkt

Routinen ändern sich nur, wenn sich durch die neue Verhaltensweise Vorteile ergeben oder ein Nachteil vermeiden lässt. So hat die BSE-Krise zumindest zeitweilig unsere Konsumgewohnheiten beeinflusst. Die Anschnallpflicht hat in Verbindung mit einem Bußgeld den Griff zum Gurt Routine werden lassen. Drastische Veränderungen im sozialen oder strukturellen Umfeld können uns dazu veranlassen, alte Gewohnheiten zu ändern.


Neulich berichtete mir ein Fahrgast im Zugabteil von einem sogenannten biografischen Wendepunkt. Anfangs unterhielten wir über die Verspätung. Obwohl selbst im Automobilbranche beschäftigt, reist er nur noch mit der Bahn. Der Grund: Er kann es sich schlichtweg nicht leisten, seine Zeit hinter dem Steuer zu vergeuden. Schon während der Dienstreise schreibt er Berichte, Anweisungen und fertigt seine Listen. Zuhause angekommen ist das Tagwerk vollbracht.
Zu dieser Erkenntnis gelangte er aber erst durch einen Unfall. Der komplizierte Knochenbruch am Fuß verunmöglichte für mindestens ein Jahr die Reise mit dem Pkw. Dieser Einschnitt bewegte zum Umdenken. Ein Jahr später konnte der Fuß zwar wieder die Bremse betätigen, aber der Fahrer blieb bei seiner neuen Gewohnheit. Er hat für sich festgestellt, um wie viel effektiver er seine Reisezeit nutzen konnte.


Die unbequeme Wahrheit ist: Die globale Erwärmung ist erdgeschichtliche eine dramatische Zäsur, individuell jedoch kaum wahrnehmbar. Der Klimawandel ist eine schleichende Katastrophe und beeinflusst unser Routinen kaum. Deswegen ist es so wichtig, die mentale Wende auch strukturell auf den Weg zu bringen, flankiert von Bildungsarbeit, Kampagnen und Broschüren.

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Shopping for a better world?

Nun gibt es sogar eine Modellanalyse zur vermeintlichen Macht Kunden. Das fatale Ergebnis einer DIW-Studie lautet: Wer vor allem auf sein grüne Image bedacht ist und nicht an den tatsächlichen Produktionsprozessen, verhindert im Zweifelsfalls sogar naturfreundliche Produkte. Denn die Anbieter achten dann mehr aufs Image als auf öko-faire Bedingungen bei der Herstellung. Im schlechtesten Fall wird die Produktpallette sogar weniger Nachhaltig.


Das Ergebnis ist wenig überraschend und auch Ausgangspunkt für das Konzept der Ökoroutine. Eigenartig ist vielmehr die Empfehlung der Autoren: Um den Marktanteil wirklich nachhaltiger Produkte optimal zu fördern, sei ein Wertewandel in Bezug auf die Produktionsbedingungen entscheidend. Dementsprechend seien Kampagnen auszurichten.


Man möchte also Köpfe ändern und nicht Strukturen. Zu begrüßen wäre eine Studie, die sich mit veränderten Strukturen befasst und deren Auswirkungen auf unser mentale Verfasstheit. Ökoroutine liefert dazu schon zahlreiche Hinweise. Eine schicke Modellrechnung könnte bei der Verbreitung der Botschaft »Strukturen ändern, statt Menschen« sehr hilfreich sein.

 

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Ist Bio zu teuer?

Im Kapitel »Essen« beschreibt die Ökoroutine, dass in zwanzig Jahren 100% artgerechte Tierhaltung möglich ist. Ganz einfach. Ok, das kann ja sein, sagen da manche. Aber wird das nicht viel zu teuer? Können sich Menschen mit kleinem Einkommen das überhaupt leisten? Schließlich beträgt der Preis vom Biofleisch oft das Dreifache.

 

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik des Bundeslandwirtschaftsministers rechnet vor, so viel Geld muss man für mehr Tierwohl gar nicht ausgeben. Mehr Freigang für Rinder kostet etwa 22 Prozent extra. Ein Platz zum Scharren an der frischen Luft und mehr Platz für Masthähnchen werden die Augaben um 15 Prozent steigen lassen, ähnlich bei Legehennen. Und auch die Kosten in der Schweinemast für getrennte Funktionsbereiche mit Tageslicht und Frischluft, eingestreuten Liegeflächen und Beschäftigungsmaterial halten sich mit einem Plus von 34 Prozent in Grenzen.

 

Fazit der Agrarexperten: Bei 18 Prozent höheren Produktionskosten müsste der durchschnittliche deutsche Haushalt im Jahr für Fleisch, Eier und Milch nur knapp 50 Euro mehr zahlen. Ein überschaubarer Preis für eine dramatische Verbessserung beim Tierwohl.

 

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