Shopping for a better world?

Nun gibt es sogar eine Modellanalyse zur vermeintlichen Macht Kunden. Das fatale Ergebnis einer DIW-Studie lautet: Wer vor allem auf sein grüne Image bedacht ist und nicht an den tatsächlichen Produktionsprozessen, verhindert im Zweifelsfalls sogar naturfreundliche Produkte. Denn die Anbieter achten dann mehr aufs Image als auf öko-faire Bedingungen bei der Herstellung. Im schlechtesten Fall wird die Produktpallette sogar weniger Nachhaltig.


Das Ergebnis ist wenig überraschend und auch Ausgangspunkt für das Konzept der Ökoroutine. Eigenartig ist vielmehr die Empfehlung der Autoren: Um den Marktanteil wirklich nachhaltiger Produkte optimal zu fördern, sei ein Wertewandel in Bezug auf die Produktionsbedingungen entscheidend. Dementsprechend seien Kampagnen auszurichten.


Man möchte also Köpfe ändern und nicht Strukturen. Zu begrüßen wäre eine Studie, die sich mit veränderten Strukturen befasst und deren Auswirkungen auf unser mentale Verfasstheit. Ökoroutine liefert dazu schon zahlreiche Hinweise. Eine schicke Modellrechnung könnte bei der Verbreitung der Botschaft »Strukturen ändern, statt Menschen« sehr hilfreich sein.

 

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